Henna-Tattoos – Wie gefährlich sind sie wirklich?

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Henna–Tattoos sind nicht dauerhaft und verschwinden meist nach ein paar Wochen. Nach der Urlaubszeit können allergische Reaktionen drastisch ansteigen.Schon im Jahr 2004 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor den Risiken im Zusammenhang mit dem Henna Body Painting gewarnt. Leider erfreuen sich, zum Leidwesen der Allergologen, die Urlaubserinnerungen der filigranen schwarzen Henna-Tattoos großer Beliebtheit. Kein Wunder: Sie werden von Künstlern günstig angeboten und sind keine dauerhaften Tattoos.

Was ist Henna ?

Henna wird aus den Blättern des Cyperstrauchs ( Lawsonia inermis ) gewonnen. Dieser ist unter anderem auf Sri Lanka, Indien und Afrika heimisch. Das gewonnene Pulver wird in Haarfarben eingesetzt.
Früher und auch heute wird die Henna Bemalung zur Verschönerung der Braut in orientalischen Ländern verwendet. In Europa ist Henna für die kosmetische Anwendung auf der Haut nicht zugelassen. Für das reine Henna Pulver ist zwar keine sensibilisierende Wirkung nachgewiesen, häufig kommt es doch zu allergischen Reaktionen. Verantwortlich dafür ist ein Stoff (para-Phenylendiamin kurz PPD) der dem orangegelben Henna zugemischt wird, um diesen farbintensiver und dunkler zu bekommen. Leider kann man als Laie nicht erkennen ob PPD in den Hennafarben enthalten ist.

Welche Gefahr birgt Henna ?

Der dunkle Zusatz PPD des Hennas wirkt stark sensibilisierend. Der erneute Kontakt kann starke allergische Reaktionen wie Ödeme (Schwellungen), Quaddeln (erhabene Schwellungen), Ekzeme (Juckflechte) und Rötungen hervorrufen.
Jene Menschen die einmal gegenüber PPD sensibilisiert sind, können ihr Leben lang allergisch auf den Stoff oder auf Farben mit ähnlicher Struktur reagieren. Wer jetzt meint, dies ist nicht so tragisch, hat sich geirrt. Denn PPD ist unter anderem ein Zusatz des Farbstoffes, der in dunklen Lederwaren wie zum Beispiel Schuhen, Lederhosen und dunklen Textilien eingesetzt wird. Da ist es dann schwer die passende Kleidung zu finden. Der Gang zum Friseur wird zum Spießrutenlauf, denn PPD ist in Europa als Zusatz von Haarfärbemittel erlaubt und wird auch eingesetzt. Urlaubserinnerungen sind sehr schön, aber nicht solche die krank machen.
Fazit: So schön sie auch aussehen mögen – Hände weg vom Urlaubs Henna-Tattoo !
<p><em>Foto/s: Das Bild ist lizenziert unter <a target=”_blank” href=”http://creativecommons.org/”>Creative Commons</a> Lizenz <a target=”_blank” href=”http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de”>Attribution-Noncommercial 2.0 Generic</a>-Autor Singapore’s Sunny Side Up auf flickr.com</em></p>

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